Temporäre Heimat – Künstlerresidenzen als Zwischenzeit

(27.11.2025)

Ort: Bioladen Moorrübe, Walter-Bertelsmann-Weg 2, 27726 Worpswede

Beginn: 19:00

Was umfasst eigentlich der Begriff „Heimat“? Besonders in einem Ort wie Worpswede, in dem die übermächtige Mythos-Erzählung der „Künstlerkolonie“ andere Blickwinkel schnell überlagert? Mit der Vortragsreihe wollen wir bewusst unterschiedliche Perspektiven auf den Komplex „Heimat“ einnehmen. Die Reihe wird daher auch an wechselnden Veranstaltungsorten stattfinden.

Im zweiten Teil der Vortragsreihe wurde ein temporärer und mobiler Blickwinkel auf „Heimat“ eingenommen. Als Co-Leiterin der KünstlerHäuser gab Philine Griem Einblicke in das besondere Verhältnis zum Ort, das Künstlerinnen und Künstler erleben, wenn sie sich für eine begrenzte Zeit in Worpswede aufhalten. Dabei lud sie das Publikum ein, diese Impulse mit den eigenen individuellen Heimatbegriffen in Austausch zu bringen.

Heimat ist ein vielschichtiger Begriff – emotional, politisch, sozial. Heimat kann verbinden – aber auch ausgrenzen. Die persönlichen Erfahrungen prägen den Begriff stärker als Definitionen.“

Heimat ist ein Beziehungsgeflecht aus Praktiken, Bewegungen und Erzählungen. Heimaten entstehen durch Verbindungen, nicht durch Grenzen. Und Heimat ist kein Zustand, sondern ein Prozess.“

Heimat ist ein innerer Resonanzraum, ein poetischer Raum, der entsteht, wenn er Imagination und Denken ermöglicht.“

Heimat im Zwischenraum, der produktiven Zwischenzone zwischen nicht ganz vertraut und nicht ganz fremd. Ein Ort des Neuen, der Irritation und Kreativität.“

„Was braucht eine temporäre Heimat? Akzeptanz und Zugehörigkeit, die Freiheit, so sein zu dürfen wir man ist oder sein will.“

Die Vortragsreihe an unterschiedlichen Orten ist Teil des aktuellen Gemeinschaftsprojekts Beziehungsweisen Worpswede. Darin setzen sich der Heimat- und Geschichtsverein und die HKS Ottersberg zusammen mit ihren Kooperationspartnern mit der Alltagsgeschichte Worpswedes auseinander.